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Valve: 12TB Leak enthüllt Geheimnisse

Ein gigantisches Datenleck bei Valve hat die Gaming-Welt erschüttert: Rund 12 Terabyte an Daten und Spiele-Builds aus den Jahren 2003 bis 2013 sind aufgetaucht, mittlerweile als "Steam2 Teraleak" bekannt. Der Dataminer GabeFollower stieß diese Woche auf das Archiv – es lag frei zugänglich, ganz ohne Passwort, auf einem alten Endpoint von Steam2, Valves längst abgeschaltetem Content-Delivery-System, das 2013 durch SteamPipe ersetzt wurde. YouTuber Scolcer brachte es auf den Punkt: "Es gab kein Hacking. Das ist zu 100% Valves eigene Schuld." Kein Einbruch, keine Sicherheitslücke im klassischen Sinn – einfach ein alter Server, den niemand abgesichert hat.

Valve, bekannt für seine hitzigen Veröffentlichungen in den frühen 2000er Jahren, hat sich in den letzten Jahren eher bedeckt gehalten, was neue Spiele angeht. Nach dem großen Erfolg von Titeln wie Half-Life und Portal erlangte das Studio Kultstatus, doch die lang ersehnte Fortsetzung der Half-Life-Serie blieb aus. Die Gerüchteküche zu Half-Life 3 brodelte jahrelang, und obwohl das Thema in Memes und Witzen fast schon ausgelutscht schien, verlor es nie seinen Reiz. Die Veröffentlichung von Half-Life: Alyx im Jahr 2020, einem VR-Titel, entfachte die Hoffnung auf eine Rückkehr der Serie, doch eine direkte Fortsetzung lässt weiter auf sich warten.

Das konkreteste Fundstück im Leak ist ein komplett fertig modelliertes Waffen-Asset namens "Weaponizer" – offenbar aus einem frühen Build von Half-Life 2: Episode 3. Es ist der handfesteste Beweis für die Existenz von Episode 3, den Fans seit fast zwei Jahrzehnten zu sehen bekommen haben. Neben Portal 2 sollen auch unveröffentlichte Inhalte zu anderen beliebten Spielen im Leak enthalten sein. Diese Entdeckungen werfen ein neues Licht auf die Arbeitsweise von Valve und könnten die Art und Weise, wie die Öffentlichkeit das Unternehmen wahrnimmt, stark beeinflussen.

Was die Leaks über Valve verraten

Neben dem Episode-3-Fund steckt das Archiv voller konkreter Details: Portal-2-Builds aus dem Juli 2009 mit einem verworfenen Bullet-Time-Mechanismus, gestrichene GLaDOS-Sprachzeilen, Left-4-Dead-Builds aus dem Juni 2008 sowie frühe CS:GO-Dateien, die noch auf einer modifizierten Source-Engine-Basis von CS:S aufsetzten. Besonders spannend ist F-Stop – ein gecancelter Portal-Vorgänger-Prototyp, bei dem statt der Portal-Kanone eine Kamera zum Manipulieren von Objekten in der Umgebung genutzt wurde. Kurios: Der Leak betrifft nicht nur Valve selbst – auch Beta-Builds fremder Titel wie Sonic 4: Episode II, Fallout: New Vegas, Alan Wake und Dragon Age: Origins lagen offenbar auf derselben Infrastruktur und wurden mit erfasst.

Valve hat sich bislang öffentlich nicht zu dem Leak geäußert. GabeFollower zufolge wird es allein Tage dauern, die vollen 12TB überhaupt zu katalogisieren – weitere Details und vermutlich weitere Überraschungen dürften also noch folgen. Es bleibt abzuwarten, ob Valve aus dieser Situation gestärkt hervorgeht und wie das Unternehmen künftig mit der Absicherung seiner alten Infrastruktur umgeht. Der Leak hat zweifellos die Spannung und die Vorfreude auf mögliche zukünftige Ankündigungen befeuert und die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Half-Life-Serie erneut entfacht. Die Gaming-Welt hält den Atem an, gespannt darauf, welche Überraschungen möglicherweise noch auf uns warten könnten.