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Richard Garriott: Ultima-Rechte zurück?

Richard Garriott, der brillante Kopf hinter Ultima, hat eine neue Ära eingeläutet: Er plant, die Rechte an seinen früheren Hits ab 2027 zurückzuholen. Unterstützt wird dieser kühne Schritt von einem wenig bekannten US-Urheberrechtsgesetz, das Schöpfern nach 35 Jahren die Rückforderung ihrer Werke erlaubt. Durch diesen Schritt könnte Ultima bald in neuem Glanz erstrahlen.

Obgleich Garriott seine Absichten bereits Monate zuvor privat mit EA teilte, machte er seinen Plan im Juni 2026 publik. EA mag zwar den Namen Ultima schützen, doch Garriott nutzt das 35-Jahre-Gesetz, das 2027 greift, um seine Schöpfung zurückzufordern. Neue Veröffentlichungen oder frische Abenteuer könnten bald die RPG-Landschaft bereichern, die Ultima einst entscheidend prägte. Veteranen der Serie erinnern sich an die tiefgründige Storytelling-Kunst und die bahnbrechende offene Welt, die Ultima zu einem Meilenstein gemacht haben.

Garriotts Weg im Gaming ist von Erfolgen und Herausforderungen gezeichnet. Nach dem Verkauf von Origin Systems an EA sah er viele Ultima-Projekte scheitern, was letztlich seinen Abschied aus der Firma bedeutete. Seit 1999, als Ultima IX: Ascension erschien, blieb es ruhig um die Serie. Garriott äußerte oft seinen Unmut über EAs Umgang mit seinem Werk und bedauerte die vielen gescheiterten Wiederbelebungsversuche. Besonders schmerzlich war die Schließung von Origin Systems im Jahr 2004, einer einstigen Kreativschmiede unter Garriotts Führung.

Urheberrecht belebt Spiel-Welten

Garriotts aktueller Schritt könnte ein Weckruf für andere Kreative sein, um alte IPs zu reaktivieren, was möglicherweise eine Welle nostalgischer Projekte auslösen könnte. Ultima war stets ein Innovator im RPG-Genre, prägte etwa mit Ultima Online 1997 das MMORPG-Genre und führte den Begriff "Avatar" ein. 2006 folgte die Aufnahme in die Hall of Fame der Academy of Interactive Arts and Sciences. Mit Garriott an der Spitze könnte die Debatte über das Erbe klassischer RPGs in der modernen Kultur wieder aufflammen.

Auch die Macht der Urheberrechtsgesetze wird neu beleuchtet: Abschnitt 203 des US-Rechts stärkt Schöpfer, die Kontrolle über ihr geistiges Eigentum zu gewinnen. Trotz gemischter Erfolge wie dem kritisch gesehenen Shroud of the Avatar: Forsaken Virtues 2018 oder dem umstrittenen NFT-MMO Iron & Magic 2022 bleibt Garriott einflussreich. Seine ungebrochene Experimentierfreude zeigt sein Bestreben, Spielmechaniken voranzubringen.

Garriotts Streben, die Ultima-Rechte zurückzuerlangen, ist ein aufregendes Signal für Fans, die auf eine Wiedergeburt der Serie durch ihren Schöpfer hoffen. Ob daraus ein triumphales Comeback oder ein weiteres Abenteuer mit Herausforderungen wird, bleibt offen. Doch Garriotts Leidenschaft und Innovationskraft versprechen eine spannende Zukunft für Ultima - vielleicht genauso revolutionär wie einst. Die Gaming-Community blickt gespannt auf das nächste Ultima-Kapitel, das das RPG-Genre womöglich abermals neu definieren könnte.